Was sind Zecken und was ist FSME und Borreliose?

Kleine Blutsauger mit großer Wirkung und meist nicht auf den ersten Blick zu sehen. Die Rede ist von Zecken, die für Mensch und Tier gleichermaßen gefährlich sind. Demzufolge stellt die Zecke ein nicht zu unterschätzendes gesundheitliches Risiko dar. Dem nicht genug, gibt es bis zu 900 verschiedene Arten und Mischgattungen. Blutsaugende Elektroparasiten und einige davon, bedeutende Krankheitsüberträger. Welche Unterschiede weisen dabei die zwei bestimmten und gängigsten Infektionskrankheiten auf. Wir zeigen die Charaktere und deren Folgen auf.

FSME – Frühsommer-Meningoenzephalitis

Es handelt sich bei dieser Infektionskrankheit um eine Art Gehirnhautentzündung. Ein Virus, der gerade in unseren Breitengraden als auch in Süd- und Osteuropa durch infizierte Zecken übertragen wird. Was nicht heißt, das jede Zecke auch Krankheiten überträgt. Mit einem Stich setzt der Blutsauger dann sein Werk fort. Und genau so werden die Erreger dann auch auf Mensch und Tier übertragen. Völlig unbemerkt geht diese Übertragung anfangs auch vonstatten. Anders als bei den üblichen Insekten- oder Mückenstichen, tritt kein Juckreiz wie auch ein Schmerzempfinden auf. Genau das macht die Zecken letztendlich so gefährlich. In Deutschland ist die Impfung bei FSME eine Kassenleistung und ab 12 Jahren als solches auch zugelassen.

Welche Symptome treten auf?

Die ersten Anzeichen sind Übelkeit, ein Schwindel, Erbrechen, Verhaltensänderungen, als auch Sprach- und Koordinationsstörungen. Im späteren Verlauf treten dann Lähmungserscheinungen auf. Erst durch eine ärztliche Diagnostik kommt die Wahrheit ans Tageslicht und das auch nicht gleich und sofort, denn erst 4 bis 6 Wochen nach dem Zeckenbiss ist ein Nachweis überhaupt erst möglich. Als Mittel der Wahl, bietet sich sogleich das Entfernen der Zecke an. Dafür stehen praktikable Helfer parat, wie u.a. die Zeckenzange an sich. Wichtig dabei, die Vorsicht walten lassen und den Blutsauger als Ganzes entfernen. So kann im kleinen Teil gegen die FSME vorgegangen werden.

Borreliose

Sie gilt als die Multisystemerkrankung und wird im Fachbegriff auch „Lyme disease“ genannt. Auch diese Zecken sind in Deutschland als auch in Europa und sogar weltweit verbreitet. Sie laueren wie ihre bekannten Vertreter im Unterholz und stechen unverhofft zu. Dazu gehören die Zeckenbiss Risikogebiete wie Wälder, Wiesen und Sträucher zu ihren bevorzugten „Jagdreservoire“. Ebenso schleichen sie sich durch unsere Haustiere ein. Somit ist man auch im trauten Heim, nicht vor Angriffen der Blutsauger gefeit. Einen Impfstoff für Borreliose gibt es leider nicht.

Symptome

Die Borreliose setzt am Gewebe als auch an allen Organen an und kann daher große Schäden ausrichten. Zudem treten zusätzliche Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen und Lymphknotenschwellungen auf. Auch Kopfschmerzen und die Bindehautentzündung sich Anzeichen für eine infizierte Zecke. Hier kann letztendlich nur eine Gabe von Antibiotika, durch eine Antikörperbestimmung im Blut Linderung verschaffen. Bei einer Nichtbehandlung und einem akuten Verlauf kann manches Mal der Tod die Folge sein.

Das Frühjahr, der Sommer und Herbst sind bekanntlich die Zeckenzeit. Demzufolge sind Vorkehrungen durch Impfstoffe, das Absuchen der Kleidung, als auch im Haut- und Kopfbereich mehr als ratsam. Für Haustiere stehen wirksame Präparate gegen Zecken an, die auch uns Menschen einen Schutz vor ungebetenen Gästen bieten.